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kreta texte
kreta texte › kreta-literatur, autoren und zitate
Den elpíso típota,
den fowáme típota,
ime eléftheros
Ich erhoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei! (Nikos Kazantzakis)
»Kreta«, murmelte ich,
»Kreta«, und mein Herz schlug rascher.
(Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas)
Griechenland ist so, wie man erwartet, daß die Erde – gäbe man ihr die Möglichkeit dazu -
aussehen sollte. Es ist die erhabene Schwelle der Unschuld. Es steht da, nackt und völlig
enthüllt, wie es von Geburt an dastand. Es ist nicht geheimnisvoll, nicht unergründlich,
nicht furchterregend, nicht herausfordernd, nicht anmaßend. Es besteht aus Erde, Luft,
Feuer und Wasser. Es verändert sich mit den Jahreszeiten in harmonischem, wellenför-
migen Rhythmus. Es atmet, es ruft, es antwortet.
Kreta ist etwas anderes. Kreta ist eine Wiege, ein Instrument, ein vibrierendes Rea-
genzglas, in welchem ein vulkanisches Experiment durchgeführt wurde. Kreta vermag den
Geist zum Schweigen zu bringen, den Aufruhr der Gedanken zu stillen. Schon so lange, so
glühend hatte ich mir gewünscht, Kreta kennenzulernen, den Boden von Knossos zu betreten,
einen verblichenen Fries anzuschauen, dort zu wandern, wo »sie« gewandert waren. Ich hatte
meinen Sinn nur auf Knossos ausgerichtet, ohne an den Rest der Insel zu denken. Außerhalb
von Knossos hatte ich mir nichts als eine große australische Wüste vorgestellt.
(Henry Miller, Der Koloss von Maroussi, 1941/dt.1955)
»Die Natur scheint Kreta eine bevorzugte Lage geschenkt zu haben,
so dass es das Reich der Griechen und die ganze Welt trägt.«
(Aristoteles, Politik 11.8)
94-1988) - Odysseas Elytis (1911-1996) - Ioanna Karystiani (*1952) - Nikos Kazantzakis (1888-1957) - Vitsentzos Kornaros (-1677)

