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DREAMS träume lyrik
dreams › lyrik und andere träume
Gedichte von Margarethe Hannsmann, Margaretha Hopfner, Zacharias G. Mathioudaki,
Talia Sailer, Jannis Ritsos .....Dreams are necessary to life
(Anais Nin)Verse von Talia Sailer (Fundort)
In Kreta liegt die Seele
Der Verdammten,
die auf der Suche
nach der Vergangenheit
Ihre Zukunft gelassenIm Schoss von Mutter Erde
Liegt das Wissen
Von Sonne und Mond
Vom Gestern und HeuteIn unseren Träumen
Liegt das Wissen
Um unsTräumt und wisst!
Parmeneidas
wieder gekommen sei Dank!
Um die Vergangenheit zu finden,
mußt du weit vorausgehen. (Jannis Ritsos, Monochorde, 172)
Inselkörper
Rücken zwischen den Schenkeln Poseidons
Nacken von seinem Samen umströmt:
Braut mit wechselndem Namen
Rheia Eileityia Europa
Britomartis PasiphaeAber die Brüste entgegengereckt
ihren Schoß geöffnet dem anderen
schwebenden, sich über sie wölbenden GottIm Stier
treffen sich beide
für sie
in derselben Gestalt (Margarete Hannsmann)
Kreta
Wenn ich auf den Feldern laufe, sind meine Schritte größer als mein Schatten.
Wenn ich in deinen Schluchten Selbstgespräche führe, fühle ich mich nicht allein,
meine Stimme kommt wieder zu mir zurück.
Und wenn ich über die Gipfel deiner Berge schreite, treffe ich selbst den Zeus:
Mit Blitz und Donner in der Hand,
mit dem Meltemi und dem Scirocco in der Brust,
mit den gigantischen Erdmassen und dem türkisblauen Meer unter den Füßen
und mit den Wolken und den funkelnden Sternen am helllichten Tag über dem Kopf.
Autor: Zacharias G. Mathioudakis
Verse von Margaretha Rebecca Hopfner (2003) (Fundort)
Damioni Bay - Nach Mitternacht
Sternschnuppen zischen
In meinen Adern ...
Ich atme Kreta ein ...Lauer Wind bläst zart den
Staub von Jahren fort,
Ich bin Baum ... und Meer ...
Und lasse ihn gewähren ...Im Mondschein
Erglänzt mein Gesicht,
Ich erkenne wieder ...Lichter wird es ...
Meine Träume hellen auf,
Willkommen Eos!
Ein Traum von Kurt Tucholsky (1927)
Wenn es um Träume geht, so darf das bekannte Tucholsky-Gedicht nicht fehlen,
in dem er seine Träume vom Wohnen 1927 zu Papier brachte. Es trägt den Titel:
Das Ideal und beginnt wie folgt:Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
Neun Zimmer - nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve -
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -,
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm. (Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke Bd. 5, 1927)
Die Fortsetzung des Gedichts bzw. der gesamte Text befindet sich z.B. hier.
Wir meinen, dass es auf Kreta viele schöne Plätze gibt, wo sich eine ganze
Reihe von Wünschen, die dem Tucholskyschen Ideal vom Leben und Wohnen
entsprechen, doch weitgehend realisieren lassen könnten.
»Als ich damals Podi verließ, war ich sehr nachdenklich. Wie viele
Träume zwischen Mann und Frau entstehen auf den Inseln des Mittel-
meeres? Wer kann den Traum in den Alltag hinüberetten?«
(Ruth Seering: Inseln im Mittelmeer. Zypern, Kreta, Malta, 1991)
Von Kreta träume ich jeden Tag, vor allem jetzt, wo die Tage so grau
und kurz werden.
Forumsmitglied Rena, 28. Okt. 2004 im http://kretaforum.net
WWW-Bildquellen: livius.org, vierow.com,



Inselkörper
